Musik oder nichts?

Von Shahrin Razzaq

„Erreichen der Ziele, in dem man das Leben so lebt, wie man es will!“, ist das Motto von den selbstbewussten Musiker Frank.

Eine beruhigende Musik, die die Menschenmasse in der Innenstadt Kölns jedoch beunruhigt. Klatschende Hände, freudvolle Gesichter, anlockende Töne. Wie die Musik laufen die Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder mit ihren Shoppingbags in kleinen Schritten durch die große Innenstadt.

Doch woher kommt die Musik, die Töne, die Geräusche? Zwei Musiker und um sie herum die Menschenmasse. Einatmen, Ausatmen. Mit voller Anstrengung bläst der schwarz bekleidete Frank ins Didgeridoo. Ein australisches Instrument. Seine Augen versteckt hinter seiner Sonnenbrille.

Den Kopf aufrecht gehoben zum Publikum schreit er mit unüberhörbarer und kräftiger Stimme: „Auch wenn ihr nicht so viele seid wie in Karneval, bedanke ich euch fürs zuschauen, Dankeschön.“ Ein Mädchen läuft an den Musikern vorbei und hinterlässt ein paar Münzen in der Gitarrentasche. Dort liegen die Musik-CDs mit der Schrift „Wooden Street Syndicate“. Und tatsächlich ist es die Musikgruppe, die viele Klicks bei YouTube hat. Musikrichtung: Rock, Punk, Jazz und Pop, wie man bereits schon weiß.

Mit einem Lächeln ins Gesicht blickt er nach rechts und nach links und spielt weiter an seinem hölzernen Instrument. In den Händen hält er griffig die Schlägel und konzentriert sich auf das Schlagzeug. Während er seine schwarze Mütze richtet, erzählt er: „Ich studierte kaufmännische Betriebswirtschaft, das war scheiße.“ Doch wie kam es dann zur Musik? „Es ist ganz einfach, das war schon immer meine Passion. Doch man sollte wegen ein paar Hindernissen, seine Träume nicht einfach aufgeben“, schildert er mit seinem Blick zum Boden gerichtet.

„Erreichen der Ziele, in dem man das Leben so lebt, wie man es will.“

Sein 30-jähriger britischer Musikpartner Tony sitzt auf seinem schwarzen Rucksack. Er überkreuzt seine mit Jeans bedeckten Beine, schließt seine Augen und zupft vertieft an seiner Gitarre. Eine Saite nach der anderen. Seit einem Jahr lebt er in Deutschland und hat schon einen guten Umgang mit der deutschen Sprache. Sein Traum als Musiker hatte er schon von Klein auf. „Seit fünf Jahren arbeite ich als Musiker“, erzählt er mit weiten Augen. „Frank habe ich in Köln auf der Straße kennengelernt und wir spielen schon seit drei Jahren zusammen.“ Seine Begeisterung spiegelt sich in seinen Augen wieder.

Täglich werden drei bis vier Vorträge aufgeführt. Doch nicht nur in Deutschland, sondern weltweit betrachten die Menschen die Talente dieser Musiker. Spaß und Freude zaubern die zwei Musiker. Es ist bewundernswert, wie Tony und Frank ihre Passion, die Musik, verfolgen.

 

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